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John Atanasoff

Hardware Svenska → Aktualisiert: 2026-10-05
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Geboren
Gestorben
Bekannt für
Atanasoff-Berry Computer, binäre elektronische Arithmetik
Nationalität
Amerikanisch

Der Physiker, der sich ausrechnete, wie ein elektronischer Computer aussehen musste, einen baute, das Interesse verlor und dreißig Jahre später vor Gericht recht bekam.

Sohn eines bulgarischen Einwanderers, 1930 in Wisconsin in Physik promoviert, danach Dozent am Iowa State College. Das Problem, das ihn umtrieb, war leicht zu benennen und mühsam zu lösen: lineare Gleichungssysteme mit gut zwanzig Unbekannten, die Doktoranden wochenlang von Hand durchrechneten. Im Winter 1937 fuhr er eigenen Angaben zufolge so lange geradewegs nach Osten, bis der Frust nachließ, und hatte danach vier Entscheidungen getroffen: Elektronik statt Zahnräder, binär statt dezimal, Kondensatoren als Speicher mit regelmäßiger Auffrischung, und direkte logische Addition statt eines Rechenwerks.

Die Maschine entstand 1939–1942 zusammen mit seinem Studenten Clifford Berry. Sie war nie programmierbar, und Zwischenergebnisse wurden per Funkenentladung als Löcher in Karten gebrannt — der Schritt, der nie zuverlässig genug wurde. John Mauchly besuchte ihn im Juni 1941 und bekam die ganze Maschine gezeigt. Atanasoff wechselte 1942 ans Naval Ordnance Laboratory und kehrte nie zur Computerei zurück. 1973 erklärte Richter Earl Larson das ENIAC-Patent für nichtig, mit der Begründung, die Erfindung gehe auf Atanasoff zurück — eine Anerkennung, die von einem Gericht kam, nicht vom Fach.

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