IT-Lexikon › Hardware › Divisions- und Wurzeleinheit (ENIAC)

Divisions- und Wurzeleinheit (ENIAC)

Hardware Svenska → Aktualisiert: 2026-09-09

Ein Schrank, der sowohl Division als auch Quadratwurzeln übernahm, beide durch wiederholtes Subtrahieren, bis nichts mehr überblieb.

Anders als beim Multiplikator gab es keine Tabelle zum Nachschlagen. Die Einheit dividierte durch Verschieben und wiederholte Subtraktion — abziehen, zählen, wie oft es passt, eine Stelle weiterrücken, von vorn — und zog Quadratwurzeln mit derselben Maschinerie über die alte Beobachtung, dass die Summe der ersten n ungeraden Zahlen gleich n² ist. Dasselbe Ziehharmonika-Verfahren, nur eine andere Zahlenfolge. Auch diese Einheit hatte keinen eigenen Speicher und belegte während des Laufs vier Akkumulatoren.

Der Preis zeigte sich auf der Uhr: Eine Division konnte bis zu 143 Additionszeiten dauern, gut 28 Millisekunden — etwa hundertvierzigmal eine Addition oder das Zehnfache einer Multiplikation. Die Folge war eine Programmierkultur, die Division aktiv vermied: Konstanten wurden vorab umskaliert, und was sich als Multiplikation mit dem Kehrwert schreiben ließ, wurde so geschrieben. Genau derselbe Reflex, der später Spieleprogrammierer Kehrwerte jagen ließ, statt die FPU dividieren zu lassen.

← Zurück zum Lexikon