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Relaisrechner

Hardware Svenska → Aktualisiert: 2026-09-15

Der Computer aus dem Baustein des Telefonnetzes: Tausende elektromechanische Schalter, die sich klickend zur Antwort vorarbeiteten.

Das Relais war in den 1930ern die einzige erprobte digitale Komponente. Telefonvermittlungen setzten es seit Jahrzehnten ein, es schaltete zuverlässig zwischen zwei Zuständen und ließ sich kistenweise bestellen. Konrad Zuses Z3 (1941), George Stibitz' Modellreihe bei Bell Labs und die Harvard Mark I (1944) beruhten alle darauf, und das schwedische BARK folgte 1950.

Der Preis war die Geschwindigkeit. Ein Relais schaltet in fünf bis zehn Millisekunden, eine Elektronenröhre in etwa einer Mikrosekunde — eine Multiplikation dauerte also Sekunden statt Bruchteile davon. Dafür fielen Relais selten unerwartet aus, während ENIACs 17.468 Röhren eine ständige Jagd nach der gerade durchgebrannten erforderten. Relaisrechner waren deshalb langsam, aber früher fertig — was in der Praxis entschied, welche Probleme überhaupt gerechnet werden konnten. Mitte der 1950er waren sie verschwunden.

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