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Quipu

Hardware Svenska → Aktualisiert: 2026-10-05

Verknotete, farbige Schnüre, mit denen die andinen Reiche Steuern, Volkszählungen und Lagerbestände verwalteten — Daten gespeichert in Schnur statt in Schrift.

Das Inkareich (etwa 1400–1532) besaß keine Schrift und musste trotzdem ein Reich mit Millionen Einwohnern verwalten. Seine Lösung war das Quipu: eine Hauptschnur mit herabhängenden Fäden, deren Knoten Zahlen in einem positionellen Zehnersystem codierten. Ein Knoten weit oben an der Schnur bedeutete Hunderter, weiter unten Zehner, ganz unten Einer — dasselbe Stellenwertprinzip wie bei einem Rechenbrett, nur ausgeführt in Baumwolle und Lamawolle.

Die Buchhalter, khipukamayuq genannt, waren faktisch die Rechnungsprüfer des Reichs. Manche Forscher meinen, die kunstvollsten Quipus hätten sogar erzählende Texte codiert, doch diese Lesart gilt weiterhin als ungelöst. Die spanischen Kolonialherren verbrannten nach der Eroberung Tausende als Götzendienst, weshalb so wenige erhalten sind und der Code größtenteils verloren ist.

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