Spitzentransistor
Mehr Infos
- Erstellt von
- John Bardeen, Walter Brattain
- Veröffentlicht
- 1947
- Typ
- Halbleiterbauelement
- Labor
- Bell Labs, Murray Hill
Der erste funktionierende Transistor — zwei Goldspitzen auf einem Stück Germanium, demonstriert im Dezember 1947.
Die Festkörpergruppe der Bell Labs suchte nach einem Halbleiterverstärker, der die zerbrechliche, strombedürftige Elektronenröhre ersetzen könnte. Am 16. Dezember 1947 drückten Walter Brattain und John Bardeen zwei Goldkontakte in winzigem Abstand auf ein Stück polykristallines Germanium und beobachteten, wie das Ausgangssignal größer wurde als das Eingangssignal. Den Namen Transistor prägte Kollege John R. Pierce aus transconductance und varistor; die öffentliche Bekanntgabe ließ bis zum 30. Juni 1948 auf sich warten.
Die Konstruktion war ebenso genial wie unpraktisch: Die Spitzen saßen fest auf einem Plastikkeil verklemmt und überstanden kaum einen Transport. Sie rauschte, ließ sich kaum zweimal identisch bauen und wurde binnen weniger Jahre von Shockleys robusterem Flächentransistor verdrängt. Aber das Prinzip — einen Strom durch einen festen Kristall statt durch ein Vakuum zu steuern — war es, was den Computer am Ende vom zimmergroßen zum taschengroßen Gerät schrumpfen ließ. TRADIC wurde 1954 zum ersten transistorisierten Computer.