NRZI-Kodierung
Kodiert eine Eins als Übergang und eine Null als Nicht-Übergang — damit werden Flusswechsel, nicht Spannungspegel, zum Träger der Daten.
NRZI (non-return-to-zero inverted) schreibt Daten nicht als absolute Pegel, sondern als Änderungen: Eine Eins löst auf dem Medium einen Flussübergang aus, eine Null lässt es unverändert. Der Vorteil ist, dass das Lesegerät nur Übergänge erkennen muss, nicht die Magnetisierungsrichtung messen — ein magnetischer Lesekopf liefert ohnehin bei jedem Übergang einen Puls.
Das Problem sind lange Nullfolgen: Ohne Übergänge verliert die Taktrückgewinnung des Lesegeräts den Takt. Deshalb wurde NRZI oft mit einer Obergrenze für aufeinanderfolgende Nullen kombiniert, was zur Codefamilie RLL führte. NRZI kam auf frühen Magnetbändern (800 bpi) zum Einsatz und lebt in der Leitungscodierung von USB und anderen seriellen Bussen weiter, wo Bit-Stuffing das Nullenproblem löst.