Liquiditätspool
Eine gemeinsame Reserve zweier Vermögenswerte, die nach einer Formel gegeneinander gehandelt werden — der Motor hinter dezentralen Börsen.
Statt dass Käufer und Verkäufer sich in einem Orderbuch treffen, legt eine mathematische Regel den Preis danach fest, wie viel von jedem Vermögenswert der Pool hält. Am gebräuchlichsten ist das konstante Produkt: Multipliziert man die Mengen, muss das Ergebnis immer gleich bleiben, wodurch der knappere Vermögenswert automatisch teurer wird.
Jeder kann Kapital beisteuern und erhält im Gegenzug einen Anteil an den Handelsgebühren. Das Risiko heißt Impermanent Loss und ist kontraintuitiv: Laufen die Preise auseinander, verliert man im Vergleich dazu, die Vermögenswerte einfach gehalten zu haben, weil der Pool automatisch das verkauft, was steigt. Der Name ist irreführend — der Verlust wird permanent, wenn man zum falschen Zeitpunkt abhebt.