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Colormap (X11)

Infrastruktur Svenska → Aktualisiert: 2026-10-07
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Hersteller
Quarterdeck Office Systems
Jahr
1985
Typ
Multitasking-Umgebung für DOS

Die Tabelle, die entschied, welche 256 Farben gleichzeitig auf dem Bildschirm existieren durften – und welches Programm sie auswählen durfte.

Ein 8-Bit-Display konnte nur 256 Farben auf einmal darstellen, doch welche das waren, bestimmte eine Nachschlagetabelle in der Grafikhardware. X11 nannte solche Displays das PseudoColor-Visual und ließ Programme Farbzellen aus einer gemeinsamen Standardtabelle anfordern. Ein gieriger Client – Netscape war berüchtigt dafür – konnte die Zellen aufbrauchen, sodass sich das nächste Programm mit dem nächstbesten übrig gebliebenen Farbton begnügen musste.

Die Alternative war eine private Colormap. Die Hardware konnte jedoch nur eine Tabelle gleichzeitig installiert haben; wechselte der Fokus, tauschte der Fenstermanager die Tabellen aus, und der Rest des Bildschirms verfiel in psychedelische Falschfarben. Das nannte man Colormap-Flackern. Die ICCCM legte Regeln fest, wer was installieren durfte, aber erst 24-Bit-TrueColor machte die ganze Frage gegenstandslos.

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