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Andreas Hülsing

Sicherheit Svenska → Aktualisiert: 2026-10-17

Deutscher Kryptograf, der hashbasierte Signaturen praxistauglich machte – erst mit XMSS, dann mit SPHINCS+, das 2024 als US-Standard SLH-DSA verabschiedet wurde.

Hashbasierte Signaturen gehen auf Lamport und Merkle in den 1970er-Jahren zurück und haben eine ungewöhnliche Eigenschaft: Ihre Sicherheit hängt allein an der Hashfunktion, zahlentheoretische Annahmen braucht es keine. Der Haken war der Zustand. Wer denselben Einmalschlüssel zweimal benutzt, ist erledigt – der Unterzeichner muss sich also jeden jemals verwendeten Schlüssel merken.

Hülsing promovierte bei Johannes Buchmann in Darmstadt und entwickelte XMSS (2011) mit, das als RFC 8391 standardisiert wurde. Danach gehörte er zu den Hauptautoren von SPHINCS (2015) und SPHINCS+, die den Zustand loswerden – zum Preis größerer Signaturen. Das NIST veröffentlichte SPHINCS+ im August 2024 als FIPS 205, SLH-DSA: die Rückfalloption für den Fall, dass das gitterbasierte ML-DSA doch einmal bricht. Hülsing lehrt an der TU Eindhoven.

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