ML-DSA
NISTs standardisierte digitale Signatur für das Quantenzeitalter — vormals bekannt als CRYSTALS-Dilithium.
Standardisiert als FIPS 204 im August 2024, gleichzeitig mit ML-KEM. Der Name steht für Module-Lattice-based Digital Signature Algorithm; die Sicherheit beruht darauf, dass bestimmte Gitterprobleme auch für einen Quantencomputer schwer bleiben — anders als die diskreten Logarithmen, auf denen ECDSA aufbaut.
Die Signaturen fallen deutlich größer aus als gewohnt: ein paar Kilobyte gegenüber den gut sechzig Byte bei ECDSA. Das macht sich vor allem in Zertifikatsketten und in Protokollen bemerkbar, wo jedes Byte zählt, etwa DNSSEC. NIST standardisierte zugleich SLH-DSA als Alternative, aufgebaut auf Hashfunktionen statt Gittern, für alle, die das Risiko auf verschiedene mathematische Annahmen verteilen wollen.