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Zygalski-Blätter

Sicherheit Svenska → Aktualisiert: 2026-09-16

Rund hundertfünfzig gelochte Papierbögen, die auf einem Leuchttisch gestapelt wurden, bis das Licht an genau einer Stelle durchschien — dort stand die Walzenstellung der Enigma.

Henryk Zygalski entwickelte die Methode 1938 im Biuro Szyfrów, nachdem die Deutschen die feste Grundstellung aufgegeben hatten, auf der die Bomba beruhte. Die verbliebene Schwäche waren die "Weibchen" (Females): Da der Nachrichtenschlüssel weiterhin zweimal gesendet wurde, tauchte gelegentlich derselbe Buchstabe an Position 1 und 4, 2 und 5 oder 3 und 6 auf — und das kann nur bei bestimmten Walzenstellungen passieren.

Für jede Walzenreihenfolge wurden 26 Bögen angefertigt, einer pro Stellung der linken Walze, mit einem Raster von 51×51 Feldern, das die Stellungen der beiden anderen Walzen abdeckte. Wo ein Weibchen möglich war, wurde ein Loch gestanzt — etwa tausend Löcher pro Bogen, von Hand mit Rasierklingen geschnitten. Die Bögen für die beobachteten Weibchen wurden übereinander auf eine beleuchtete Glasplatte gelegt und gemäß den Indikatoren verschoben. Blieb eine einzige Lichtstelle übrig, war die Walzenstellung gefunden.

Im Dezember 1938 kamen die Walzen IV und V hinzu. Sechzig Walzenreihenfolgen erforderten 1.560 Bögen, und Polen konnte sie weder schneiden noch finanzieren. Bletchley Park stellte unter John Jeffreys einen vollständigen Satz her, fuhr ihn zu den Polen nach Frankreich, und am 17. Januar 1940 wurde die Enigma wieder gelesen — mit britischem Papier und polnischer Methode.

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