X10
Die erste X-Version, die dem MIT entkam – und die, die alle lehrte, warum die nächste ganz von vorn beginnen musste.
X entstand 1984 am MIT im Rahmen des Project Athena und durchlief in gut einem Jahr neun Versionen. Version 10 von Ende 1985 war die erste, auf der externe Organisationen tatsächlich aufbauten, und der frei lizenzierte Quellcode erlaubte es Workstation-Herstellern, sie ohne Verhandlungsrunde auszuliefern.
Das Protokoll trug allerdings noch die Spuren der Displays, für die es geschrieben worden war, und ließ sich kaum erweitern, ohne Altes zu brechen. Statt weiter zu flicken, entwarfen Scheifler und Gettys alles neu als X11, im September 1987 veröffentlicht und bewusst inkompatibel. Die ersten Anwender zahlten für diese Entscheidung, aber sie trug: X11 hat sich mit Erweiterungen fast vierzig Jahre gehalten, ohne dass je ein X12 nötig wurde.