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Project Athena

Infrastruktur Svenska → Aktualisiert: 2026-10-06

Das Campus-Computing-Projekt des MIT von 1983, das Studierenden Workstations bereitstellen sollte und nebenbei Kerberos, X und Zephyr in die Welt entließ.

Das MIT startete Athena 1983 mit Geld und Hardware von DEC und IBM. Das Ziel war pädagogisch: Tausende Workstations verschiedener Hersteller, an denen sich Studierende überall anmelden und dasselbe Home-Verzeichnis und dieselbe Software vorfinden konnten. Damit das in einem offenen Campusnetz funktionierte, brauchte es Dinge, die es noch nicht gab — also baute das Projekt sie: Kerberos für Anmeldungen ohne Klartextpasswörter, Hesiod für Namensauflösung, Zephyr für Nachrichten und das X Window System.

Ursprünglich auf fünf Jahre angelegt, wurde das Projekt bis 1991 verlängert und dann in den regulären IT-Betrieb des MIT überführt. Die Campusumgebung selbst geriet schnell in Vergessenheit. Die Nebenprodukte dagegen stecken in jeder Active-Directory-Domäne und — bis Wayland — in jedem Linux-Desktop.

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