Lyubashevsky, Vadim
Der Kryptograf von IBM Research in Zürich, der sowohl Kyber als auch Dilithium mitentworfen hat – die gitterbasierten Algorithmen, die das NIST 2024 standardisierte.
Zwei frühe Arbeiten von Lyubashevsky tragen einen großen Teil der heutigen Post-Quanten-Kryptografie. „Fiat–Shamir with aborts“ (2009) zeigte, wie sich aus Gitterproblemen Signaturen bauen lassen, ohne dass diese den geheimen Schlüssel verraten: Man verwirft schlicht jeden Kandidaten, der zu viel preisgeben würde, und versucht es erneut. Ein Jahr später definierte er gemeinsam mit Chris Peikert und Oded Regev Ring-LWE, eine Variante von Regevs Problem mit strukturierten Gittern, die die Schlüssel erträglich klein hält.
Beide Ideen mündeten in die CRYSTALS-Familie. Kyber wurde im August 2024 zu ML-KEM (FIPS 203) und Dilithium zu ML-DSA (FIPS 204) – eine Ablehnungsschleife von 2009 steckt also heute in Browsern und Betriebssystemen.