Servospur
Positionsinformation, die auf die Platte eingebrannt ist und die der Kopf liest, um zentriert auf einer Datenspur zu bleiben.
Ohne Referenz wüsste der Kopf nicht, wo er sich befindet, sobald Spuren schmaler als ein Tausendstel Millimeter werden. Frühe Laufwerke opferten eine ganze Plattenoberfläche als dedizierte Servofläche; moderne Laufwerke nutzen eingebetteten Servo, bei dem winzige Servokeile zwischen den Datensektoren jeder Umdrehung eingestreut sind. Der Kopf liest sie tausende Male pro Sekunde, und ein Regelkreis korrigiert den Positionsfehler in Echtzeit.
Das Servomuster wird ein einziges Mal im Werk von einem Servospurschreiber geschrieben, oder vom Laufwerk selbst (Self-Servo-Write). Das Laufwerk kann es danach nie wieder überschreiben — weshalb eine Low-Level-Formatierung auf einer modernen Platte die Spuren nicht mehr erzeugt, sondern nur noch die Daten nullt. Servospuren machten die geschlossene Regelung mit Voice-Coil-Aktuatoren erst möglich, als die Flächendichte den offenen Schrittmotoren davonlief, die sie ablösten.