Salil Vadhan
Harvard-Professor an der Schnittstelle von Pseudozufälligkeit, Zero-Knowledge und Differential Privacy, der die Theorie in der Berührung mit echter Software bestehen lassen will.
Vadhan promovierte 1999 am MIT bei Shafi Goldwasser mit einer Arbeit über statistisches Zero-Knowledge. Seine Monografie Pseudorandomness (2012) ist das Standardwerk zur Derandomisierung von Algorithmen und dazu, warum Extraktoren, Expandergraphen und fehlerkorrigierende Codes im Kern dasselbe Objekt in wechselnder Verkleidung sind.
In den 2010er-Jahren verlagerte sich sein Schwerpunkt auf Differential Privacy. Er leitete Harvards Projekt Privacy Tools und ist eine der treibenden Kräfte hinter OpenDP, einer offenen Bibliothek, die Cynthia Dworks Definitionen für Statistiker nutzbar machen soll, die nie einen Beweis lesen werden. Für einen Theoretiker ist das ungewöhnlich: Er übernimmt die Verantwortung dafür, dass die Formel auch tatsächlich korrekt implementiert wird.