Ringmodulation
Zwei Signale werden multipliziert und ergeben neue, unharmonische Frequenzen – beim SID eine billige Variante, die Glocken, Gongs und metallische Klangfarben liefert.
Ringmodulation multipliziert zwei Wellenformen und gibt Summe und Differenz ihrer Frequenzen aus, statt der Töne selbst. Das Ergebnis steht meist in keiner harmonischen Beziehung zu den Ausgangssignalen und klingt glockenartig, metallisch oder schlicht dissonant.
Der MOS 6581/8580 (SID) hat die Funktion eingebaut, aber vereinfacht: Wird das Ringmod-Bit gesetzt, ersetzt ein Produkt aus der eigenen Dreieckswelle und dem Oszillator der vorherigen Stimme die Dreieckswelle einer Stimme. Das kostet keine zusätzliche Rechenzeit und wurde zum Standardtrick der C64-Komponisten für Glocken und Soundeffekte – hörbar in etlichen frühen Stücken von Rob Hubbard und Martin Galway.