Rasterinterrupt
Ein Interrupt, der auslöst, sobald der VIC-II eine bestimmte Bildschirmzeile erreicht, und der es erlaubt, Hardwareregister mitten im Bildaufbau zu ändern.
Auf dem Commodore 64 stehen nominell nur acht Sprites und ein Satz Farben pro Bild zur Verfügung. Programmiert man einen Interrupt auf eine bestimmte Rasterzeile, lässt sich die Hintergrundfarbe wechseln, lassen sich Sprites verschieben oder die Scrollposition auf halber Bildhöhe ändern — und weiter unten noch einmal. Der Bildschirm zeigt dann mehr, als die Hardware eigentlich erlaubt.
Der Rasterinterrupt ist das Fundament fast jedes C64-Demoeffekts: geöffnete Ränder, geteilte Bildschirme und Sprite-Multiplexing beruhen alle darauf, Rasterzeilen exakt zu zählen, oft zyklengenau rund um eine Bad Line.