qvwm
Mehr Infos
- Entwickler
- Kenichi Kourai
- Jahr
- Typ
- Fenstermanager
- Lizenz
- GPL
Ein X-Fenstermanager, der Windows 95 bis aufs Pixel nachahmte, samt Taskleiste, Startmenü und Tastenkürzeln.
Kenichi Kourai schrieb qvwm 1996, ein Jahr nachdem Windows 95 eine brandneue Optik zur Norm gemacht hatte. Der Name ist ein Wortspiel auf „95“: Q klingt wie das japanische Wort für neun, V ist die römische Fünf. Anders als fvwm95, das lediglich fvwm im Kostüm war, wurde qvwm von Grund auf um Microsofts Oberfläche herum gebaut. Die Taskleiste mit Uhr, das Startmenü, Alt+Tab, die Fensterschaltflächen und sogar die Platzierung von Dialogfeldern saßen dort, wo sie unter Windows saßen, und obendrein gab es virtuelle Desktops, die Windows selbst fehlten.
Das Ziel war eine niedrige Einstiegshürde: Wer beruflich auf Linux umstieg, sollte nichts neu lernen müssen. Die Entwicklung endete in den frühen 2000er-Jahren, als Desktopumgebungen die Rolle des Komplettpakets übernahmen. IceWM, das dieselbe Bildsprache aufgriff, aber eigenständig weiterführte, lebt fort; qvwm ist ein Zeitdokument aus einer Ära, in der der Unix-Desktop vor allem aussehen wollte wie etwas anderes.