Taskleiste
Die Leiste am Bildschirmrand mit einer Schaltfläche pro offenem Fenster — die meistkopierte Idee von Windows 95, die Unix-Desktops binnen eines Jahres übernahmen.
Vor 1995 war ein weggelegtes Fenster ein Symbol irgendwo auf dem Desktop, und was man nicht sah, vergaß man. Windows 95 setzte stattdessen eine feste Reihe an den unteren Rand: links die Start-Schaltfläche, rechts die Uhr und dazwischen für jedes Fenster eine Schaltfläche, ob sichtbar oder minimiert. Ein Klick wechselte dorthin. Die Bestandteile gab es getrennt schon vorher: Das Front Panel von CDE hatte Starter und Uhr, der Icon-Manager von twm die Fensterliste, und RISC OS hielt seit 1987 eine Symbolreihe am unteren Rand bereit. Windows fügte sie zusammen und machte die Leiste zur Pflicht.
Die Unix-Welt zog sofort nach. FVWM bekam 1996 ein Modul dafür, kwm und kpanel bauten 1997 KDE darum herum, und das GNOME-Panel erschien 1999. Auch EWMH gibt es deshalb: Ein Panel muss den Fenstermanager nach den vorhandenen Fenstern fragen können, und ein Programm muss darum bitten können, dort nicht aufzutauchen — daraus wurde _NET_WM_STATE_SKIP_TASKBAR. Windows 7 verschmolz die Schaltflächen 2009 mit angehefteten Symbolen und machte die Reihe zum Dock, und Windows 11 rückte das Ganze in die Mitte.