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Durchkopierung Print-Through

Hardware Svenska → Aktualisiert: 2026-10-05

Das Feld einer stark bespielten Bandwicklung prägt eine schwache Geisterkopie auf die Nachbarwicklung der Spule — hörbar als Vor- oder Nachecho.

Liegt Magnetband straff auf einer Spule gewickelt, drückt Wicklung gegen Wicklung, und das Feld eines kräftig bespielten Abschnitts magnetisiert langsam die dünne Trägerschicht der Nachbarwicklung. Das Ergebnis ist eine gedämpfte Kopie des Klangs, die kurz vor oder nach dem Original erklingt — der klassische Geist auf alten Masterbändern. Der Effekt verschärft sich bei dünnem Band, warmer Lagerung und langer Ruhezeit.

Die Gegenmittel sind alt: Bänder regelmäßig umspulen, damit sich die Magnetisierung nicht festsetzt, und sie „tails-out“ lagern, sodass die Geisterkopie als Nachecho statt als das störendere Vorecho auftritt. Auch Datenbänder (DAT, DDS) kennen das Phänomen, doch dort räumen Fehlerkorrekturcodes es weg, bevor es auffällt.

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