Pixel Art
Ein Bild, das von Hand Punkt für Punkt entsteht und bei dem jeder einzelne Pixel eine bewusste Entscheidung ist.
Den Begriff prägten 1982 Adele Goldberg und Robert Flegal vom Xerox PARC, das Handwerk war auf Heimcomputern aber längst Alltag. Bei 16 oder 32 Farben und einer Auflösung, in der ein Gesicht im Profil zwanzig Pixel bekam, war für lockeres Skizzieren kein Platz. Der Künstler – in der Szene der „Pixeler“ – setzte jeden Punkt, glättete Kanten von Hand und verließ sich auf Dithering, um die Zwischentöne vorzutäuschen, die der Palette fehlten.
Auf dem Amiga war das Werkzeug Deluxe Paint; auf dem C64 wählte man zwischen Hires und Multicolor und lebte mit den Kompromissen. Grafik-Wettbewerbe auf Demopartys hielten die Form am Leben und erzwangen eine Regel ohne Scans und Konvertierungen, die so streng wie schwer zu kontrollieren war. Dass Indie-Spiele den Look heute freiwillig wählen, hätte einen Künstler von 1988 für reinen Masochismus gehalten.