Dithering
Bewusst Rauschen hinzufügen, um dem Auge mehr Farben vorzugaukeln, als tatsächlich vorhanden sind.
Soll eine Graustufe nur mit Schwarz und Weiß wiedergegeben werden, lässt sich die Punktdichte variieren — aus der Entfernung wirkt das wie Grau. Dasselbe Prinzip greift, wenn ein Bild mit Millionen Farben in eine Palette von 256 passen muss: Der Rundungsfehler jedes einzelnen Pixels wird auf die Nachbarpixel verteilt, statt sich anzuhäufen.
Floyd-Steinberg von 1976 ist der klassische Algorithmus für genau diese Fehlerdiffusion, während geordnetes Dithering ein festes Muster verwendet und den charakteristischen karierten Look alter Spiele erzeugt. Die Technik ist alles andere als veraltet: Moderne Videokompression legt vor der Kodierung oft ein kaum wahrnehmbares Dithering über das Bild, gerade um Banding aufzubrechen.