Spitzenverschiebung Peak Shift
Wenn Flussübergänge zu dicht liegen, überlappen sich benachbarte Lesepulse und die Spitze verschiebt sich zeitlich — ein Bit wird zu früh oder zu spät gelesen.
Bei hoher Dichte in MFM- und RLL-Kodierung liegen die Flussübergänge so eng beieinander, dass sich ihre Lesepulse (im Grunde Lorentzkurven) addieren. Die Summe verschiebt die Spitze eines Pulses von ihrer wahren Position weg, und da der Decoder genau diese Spitze sucht, taktet er das Bit im falschen Moment. Der Effekt heißt auch Pulsüberlappung oder Bitverschiebung und trifft die inneren Zylinder am härtesten, wo jede Umdrehung die wenigste Fläche abdeckt.
Die Gegenmaßnahme ist Schreibvorkompensation: Der Controller schreibt die gefährdeten Übergänge etwas zu früh oder zu spät, sodass sie nach der Verschiebung richtig landen. RLL-Codes begrenzen außerdem, wie dicht Übergänge aufeinanderfolgen dürfen, was den Effekt zusätzlich dämpft.