Flussübergang
Der Punkt auf dem Medium, an dem die Magnetisierung ihre Richtung wechselt — das physikalische Ereignis, das jede magnetische Speicherung im Kern liest und zählt.
Ein Flussübergang ist die Stelle entlang einer Spur, an der die Richtung des Magnetfelds von der einen Polarität zur anderen umschlägt. Ein Lesekopf erfasst kein statisches Feld, sondern genau diese Veränderung: Jeder Übergang induziert einen Spannungsimpuls. Jede Kodierung auf Magnetplatte und -band — FM, MFM, RLL, GCR — dreht sich im Kern darum, wie Einsen und Nullen in ein Muster aus Übergängen und Lücken übersetzt werden, das der Kopf eindeutig und ohne Taktverlust zurücklesen kann.
Das Maß dafür, wie dicht Übergänge entlang der Spur gepackt werden können, heißt lineare Dichte und wird in Flusswechseln pro Zoll angegeben. Zusammen mit der Spurdichte ergibt sie die Flächendichte. Übergänge noch enger zusammenzurücken ist genau das, was Schreib-Vorkompensation und Kanaltechniken wie PRML zu bewältigen versuchen, bevor sich die Felder benachbarter Bits gegenseitig verwischen.