IT-Lexikon › Sicherheit › Paul van Oorschot

Paul van Oorschot

Sicherheit Svenska → Aktualisiert: 2026-10-15

Kanadischer Sicherheitsforscher an der Carleton University, dessen Arbeit von authentifiziertem Schlüsselaustausch bis zur White-Box-Kryptographie reicht, mit einem der meistgelesenen Handbücher des Fachs im Gepäck.

Das Station-to-Station-Protokoll, 1992 mit Whitfield Diffie und Michael Wiener veröffentlicht, ergänzte Diffie–Hellman um Signaturen, damit die Beteiligten wissen, mit wem sie eigentlich sprechen – eine Idee, die in den meisten späteren Schlüsselaustauschverfahren wiederkehrt. Mit Wiener zeigte er außerdem, dass parallele Kollisionssuche generische Angriffe auf Hashfunktionen und Chiffren weit billiger macht, als naive Schätzungen nahelegten.

Er arbeitete bei Bell-Northern Research und war CTO von Entrust, bevor er in Ottawa an die Universität wechselte. Mit Menezes und Vanstone schrieb er das Handbook of Applied Cryptography, führte 2002 gemeinsam die White-Box-Kryptographie ein und veröffentlichte 2020 das Lehrbuch Computer Security and the Internet. Ein großer Teil seiner späteren Forschung fragt, warum Passwörter einfach nicht sterben wollen.

← Zurück zum Lexikon