MS-DOS Executive
Die Shell von Windows 1.0 und 2.x: eine Dateiliste in einem Fenster, in der man Programme per Doppelklick auf ihre .EXE-Dateien startete.
Kein Desktop, keine Symbole, keine Programmgruppen. Wer Windows 1.0 im Jahr 1985 startete, bekam oben eine Reihe von Laufwerksbuchstaben und darunter eine alphabetische Liste der Dateien im aktuellen Verzeichnis. Die Menüs enthielten, was man sonst an der DOS-Eingabeaufforderung getippt hätte: kopieren, umbenennen, löschen, eine Diskette formatieren. Programme starteten per Doppelklick auf den Dateinamen, und Dokumente öffneten sich nur, wenn ihre Endung zufällig eine war, die Windows kannte.
Im Kern war es DOS mit Maus, und genau das war der Sinn: Microsoft verkaufte Windows an Leute, die DOS bereits kannten. Windows 3.0 löste es 1990 durch den Programm-Manager zum Starten und den Datei-Manager zum Verschieben von Dateien ab. Diese Aufteilung hielt fünf Jahre, bis der Explorer in Windows 95 beides wieder zusammenführte.