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Millionaire

Hardware Svenska → Aktualisiert: 2026-09-15

Die erste Rechenmaschine, die tatsächlich multiplizierte, statt immer wieder zu addieren — eine Kurbeldrehung pro Ziffer, mit dem Einmaleins in Metall gegossen.

Konstruiert vom Schweizer Otto Steiger, 1892 patentiert und ab 1893 bis Mitte der 1930er von Hans W. Egli in Zürich in gut 4.600 Exemplaren gebaut. Alle Vorgänger — der Arithmometer, die Staffelwalzenmaschine — multiplizierten durch wiederholte Addition, sodass 8 × 7 sieben Kurbeldrehungen kostete und eine fünfstellige Zahl gut dreißig kosten konnte. Die Millionaire trug stattdessen eine physische Multiplikationstabelle in Form abgestufter Metallstäbe und brauchte nur eine Kurbeldrehung pro Ziffer des Multiplikators.

Damit war sie mehrfach schneller als die Konkurrenz bei genau der Rechenart, die tatsächlich Zeit kostete, und ungefähr ebenso viel teurer. Die Kundschaft folgte entsprechend: Versicherungsaktuare, Sternwarten, Ingenieurbüros — wer genug rechnete, um den Preis zu rechtfertigen. Die Maschine wiegt mehrere Dutzend Kilo und klingt auch so. Direktmultiplikation wurde erst in den 1940ern zur Standardfunktion, als die Fertigung der Idee endlich hinterherkam.

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