MEGA65
Der Commodore 65, den Commodore nie ausgeliefert hat, dreißig Jahre später von Enthusiasten in einem FPGA gebaut.
Der C65 sollte der Nachfolger des C64 werden und existierte um 1990–91 als Prototyp, bevor Commodore ihn zugunsten des Amiga zu den Akten legte. Einige Exemplare wurden bei der Liquidation 1994 verkauft und sind heute Sammlerstücke. Der MEGA65 wurde vom deutschen Verein MEGA (Museum of Electronic Games & Art) entwickelt, mit Paul Gardner-Stephen als einer der treibenden Kräfte, und wird seit 2022 ausgeliefert — Tastatur, Gehäuse und Diskettenlaufwerk sind dem Original nachempfunden.
Er läuft mit einer schnellen 45GS02-CPU und hat einen C64-Modus, doch der Schwerpunkt liegt auf dem C65-Modus mit BASIC 65. Da alles in einem FPGA steckt, lässt sich die „Hardware“ per Datei aktualisieren, und die Maschine kann auch Cores für andere Computer laden. Ein Nostalgieprodukt, das darauf besteht, eine eigene Plattform zu sein.