Internetknoten Internet Exchange (IX)
Ein physischer Ort — meist ein paar große Switches in einem Rechenzentrum —, an dem sich viele Netze wie Betreiber, Content-Anbieter und Unternehmen anschließen, um Datenverkehr direkt untereinander auszutauschen. Senkt Kosten und Latenz, weil Verkehr lokal bleibt, statt über teure Transit-Anbieter zu laufen.
Mechanik: Jedes teilnehmende Netz schließt sich per Port an die gemeinsame Switch-Fabric des Knotens an und baut BGP-Peerings zu anderen Teilnehmern auf — oft über einen "Route Server", der viele Peerings auf einmal vereinfacht. Statt einen Transit-Anbieter dafür zu bezahlen, ein anderes Netz zu erreichen, tauschen die Netze den Verkehr direkt am Knoten kostenlos oder günstig aus. Vorteile: niedrigere Kosten (Peering oft gratis gegenüber bezahltem Transit), geringere Latenz (kürzerer Weg) und bessere Redundanz. Große Internetknoten: AMS-IX (Amsterdam), DE-CIX (Frankfurt), LINX (London), Netnod (Stockholm) — einige bewegen Terabit pro Sekunde. Ein Grundpfeiler der wirtschaftlichen und physischen Struktur des Internets.