BGP-Peering
Der Aufbau einer BGP-Session zwischen zwei Routern (Peers/Nachbarn), damit sie Routen austauschen können. Anders als bei IGPs entdeckt BGP Nachbarn nicht automatisch — jedes Peering wird explizit mit der IP und der AS-Nummer des Nachbarn konfiguriert.
Mechanik: BGP läuft über eine TCP-Session (Port 179), die zwischen den beiden Peers manuell aufgebaut werden muss. Die Session durchläuft Zustände (Idle → Connect → OpenSent → OpenConfirm → Established); erst im Zustand "Established" werden Routen ausgetauscht. Zwei Arten: eBGP-Peering (zwischen unterschiedlichen AS, oft gegenüber einem ISP oder an einem Internetknoten) und iBGP-Peering (innerhalb des eigenen AS). In der Praxis spiegelt ein Peering oft eine Geschäftsvereinbarung wider — mit wem man BGP spricht, entscheidet darüber, welche Routen man bekommt und welcher Traffic fließt. Sicherheit: Präfix-Listen und Maximum-Prefix-Grenzen schützen davor, dass ein fehlkonfigurierter oder böswilliger Peer falsche Routen ankündigt (z. B. das ganze Internet leakt). Der grundlegende Vorgang aller BGP-Arbeit.