Floyd–Steinberg
Ein Fehlerdiffusions-Algorithmus von 1976, der auf einem einfarbigen Drucker oder Bildschirm Grautöne erzeugt, indem er den Rundungsfehler an die Nachbarpixel weitergibt.
Robert Floyd und Louis Steinberg veröffentlichten die Methode 1976. Die Idee ist simpel und genial: Wird ein Grauwert auf Schwarz oder Weiß gerundet, entsteht ein Fehler, und dieser Fehler wird an die noch unbearbeiteten Nachbarn weitergereicht — 7/16 nach rechts, dann 3/16, 5/16 und 1/16 nach unten. Über eine Fläche gemittelt gleichen sich die Fehler aus, und das Auge liest eine Graustufe, die in Wirklichkeit nur aus schwarzen und weißen Punkten besteht.
Das Ergebnis wurde zum Standard für Dithering, von Nadeldruckern und frühen Laserdruckern bis zu Schwarzweißbildschirmen, weil es deutlich besser aussieht als ein festes Rastermuster. Der Nachteil sind die charakteristischen „Würmer" in flachen Tonwerten. Neuere Verfahren wie Blue-Noise-Dithering vermeiden das, aber Floyd–Steinberg ist immer noch die erste Wahl.