Exposé (macOS)
Die Fensterübersicht aus Panther von 2003: ein Druck auf F9, und alle offenen Fenster schrumpfen zu einem ordentlichen Mosaik – der Effekt, der zeigte, wofür ein Compositor eigentlich gut ist.
Mac OS X 10.3 Panther belegte im Oktober 2003 drei Tasten: F9 zeigte alle Fenster verkleinert nebeneinander, F10 nur die des aktiven Programms, und F11 schob alles beiseite und gab den Schreibtisch frei. Die Fenster aktualisierten sich auch verkleinert weiter – ein Film lief in seiner kleinen Kachel einfach weiter –, was möglich war, weil der Quartz Compositor bereits jedes Fenster in einem eigenen Puffer hielt. Es war die bis dahin deutlichste Demonstration, dass Compositing mehr kann als Schatten und Transparenz, und die aktiven Ecken brachten es in Reichweite der Maus.
Die Nachahmer ließen nicht lange auf sich warten: das Scale-Plugin von Compiz 2006, Present Windows in KWin unter KDE 4, die GNOME-Shell-Übersicht 2011 und schließlich die Task-Ansicht von Windows 10. Bei Apple ging Exposé 2011 zusammen mit Spaces und Dashboard in Mission Control auf; der Name lebt in App Exposé weiter, einer Wischgeste mit drei Fingern nach unten, die die Fenster eines Programms zeigt. Der Konflikt dieser F-Tasten mit den Helligkeits- und Lautstärketasten von Laptops ist ein Grund, warum die fn-Taste so beschäftigt ist.