Compositing-Fenstermanager
Ein Fenstermanager, bei dem jedes Fenster in einen eigenen Puffer rendert und das Gesamtbild separat zusammengesetzt wird — daher Schatten, Transparenz und das Ende der Redraw-Artefakte.
Im klassischen X11 zeichneten alle Programme direkt auf dieselbe Bildschirmfläche. Wer ein Fenster verschob, hinterließ ein Loch, das das darunterliegende Programm erst neu zeichnen musste, wann immer es dazu kam. Die Composite-Erweiterung, um 2004 von Keith Packard entwickelt, ließ Fenster stattdessen in Offscreen-Puffer rendern, die ein separater Compositor zusammensetzt, meist mit OpenGL und der GPU.
xcompmgr war die erste Demo. Compiz folgte 2006 und wurde berühmt für wackelnde Fenster und einen rotierenden Desktop-Würfel — ein Effekt, der auf Messen Linux verkaufte und danach umgehend abgeschaltet wurde. Apple hatte den Quartz Compositor in Mac OS X längst, Microsoft bekam 2007 mit Vista den DWM. Unter Wayland ist der Compositor gleich der Display-Server.