EURion-Konstellation
Das Muster aus fünf kleinen Ringen auf Banknoten, das Kopierer und Bildbearbeitungsprogramme zur Verweigerung bringt.
Seit Mitte der 1990er verstecken Banknotendesigner fünf millimetergroße Ringe in einer festen Anordnung – auf Euro-, Pfund- und Yen-Scheinen und vielen weiteren. Kopierer und Scanner mit eingebauter Erkennung stoppen oder verfälschen das Bild, sobald das Muster auftaucht. Den Namen prägte 2002 der Forscher Markus Kuhn, dem auffiel, dass die Ringe eine an Orion erinnernde Sternkonstellation bilden – daher EURion.
Die Ringe sind nur die sichtbare Ebene. Das gemeinsame CDS (Counterfeit Deterrence System) der Zentralbanken, seit 2004 unter anderem in Adobe Photoshop eingebaut, erkennt Banknoten auch ohne die Ringe, über ein geheim gehaltenes Wasserzeichen. In manchen Situationen gehorcht der eigene Scanner also eher der Zentralbank als einem selbst – eine ungewöhnlich konkrete Form von DRM.