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El Ajedrecista

KI & ML Svenska → Aktualisiert: 2026-09-09
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Erstellt von
Leonardo Torres Quevedo
Jahr
1912, öffentlich vorgeführt 1914
Typ
Schachspielender Automat

Eine Maschine von 1912, die das Endspiel König und Turm gegen einsamen König spielte — nicht elegant, aber immer bis zum Matt.

Der Automat kannte genau eine Stellung. Er führte König und Turm, der Gegner nur einen nackten König, und er gewann immer. Der Mensch durfte seinen König frei innerhalb eines Teils des Bretts platzieren und danach nach Belieben ziehen; die Maschine antwortete. Die Figuren trugen an der Unterseite Metallkontakte, und das Brett hatte Leitungen unter den Feldern — der Automat sah nichts, er schloss lediglich einen Stromkreis, und so wusste er, wo der König stand.

Das Spiel war bewusst grob. Torres Quevedo hatte eine feste Routine einprogrammiert, die den einsamen König Reihe für Reihe zum Rand drängte. Oft brauchte sie weit mehr Züge als nötig, doch sie irrte nie. Ein unerlaubter Zug ließ eine Lampe aufleuchten, und beim dritten Mal stoppte die Maschine ganz. Die zweite Version von 1920, gebaut von seinem Sohn Gonzalo, besaß Elektromagnete unter dem Brett, die die Figuren selbst bewegten, und ein Grammophon, das „jaque mate“ ansagte.

Sie wurde 1914 in Paris gezeigt und im Jahr darauf in Scientific American beschrieben. Norbert Wiener spielte 1951 auf einer Kybernetik-Konferenz in Paris gegen sie, fast vierzig Jahre nach ihrem Bau. Dass sie gewann, ist nicht das Interessante — interessant ist, dass sie jeden Zug selbst entschied, was kein früherer Schachautomat ohne einen versteckten Menschen im Schrank geschafft hatte.

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