Eccles-Jordan-Kippstufe
Zwei Röhren, so verschaltet, dass jede die andere niederhält — die Schaltung von 1919, die zur kleinsten Behausung des elektronischen Bits wurde.
William Eccles und Frank Jordan beschrieben 1919 eine Schaltung, bei der zwei Elektronenröhren über Kreuz gekoppelt sind, sodass die eine leitet, während die andere gesperrt ist, und umgekehrt. Die Anordnung hat zwei stabile Zustände und verharrt in dem, in den sie gestoßen wurde, bis ein neuer Impuls sie umkippt — die erste bistabile Kippstufe, später Flip-Flop genannt.
Ihr Nutzen lag im Zählen und im Erinnern. Reiht man die Stufen aneinander, zählen sie Impulse binär, und eine einzelne speichert ein Bit. ENIAC baute seine Zählwerke aus ringförmig verschalteten Kippstufen, Colossus zählte Zeichen damit, und jedes Register und jeder statische Speicher seither beruht auf demselben Trick — heute in Transistoren statt Röhren. Eccles und Jordan hatten den Rundfunk im Sinn; das Computerzeitalter kam viel später.