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Curie-Punkt

Hardware Svenska → Aktualisiert: 2026-10-05

Die Temperatur, bei der ein magnetisches Material seine Magnetisierung verliert — und genau die Physik, die es erlaubt, eine MiniDisc mit Hitze und einem schwachen Feld neu zu beschreiben.

Benannt nach Pierre Curie, der 1895 zeigte, dass Ferromagnetismus oberhalb einer bestimmten Temperatur verschwindet und das Material paramagnetisch wird. Unterhalb des Punkts ist die Magnetisierung fixiert, oberhalb lässt sie sich fast widerstandslos neu setzen.

Genau das ist der Trick hinter magneto-optischer Speicherung. Der Schreiblaser erhitzt einen mikrometerkleinen Fleck der Aufzeichnungsschicht — typischerweise eine TbFeCo-Legierung — über dessen Curie-Punkt von rund 180–200 °C, wo ein schwaches Vorspannfeld die Domäne umdreht. Kühlt der Fleck ab, friert die Ausrichtung mit enormer Koerzitivfeldstärke ein — deshalb ist eine MiniDisc bei Raumtemperatur stabil und trotzdem Tausende Male wiederbeschreibbar. Das Auslesen erfolgt rein optisch, über den Kerr-Effekt.

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