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Kerr-Effekt (magneto-optisch)

Hardware Svenska → Aktualisiert: 2026-10-05

Polarisiertes Licht, das von einer magnetisierten Oberfläche reflektiert wird, dreht sich je nach Magnetisierungsrichtung minimal — so lesen MiniDisc und MO-Laufwerke ihre Bits.

John Kerr zeigte 1877, dass sich die Polarisationsebene von Licht ein wenig dreht, wenn der Strahl von einem magnetisierten Material reflektiert wird. Diese kaum messbare Drehung wurde zur Grundlage des magneto-optischen Lesens: Ein Laser leuchtet auf die Schicht der Scheibe, und die Richtung, in die sich die Polarisation neigt, verrät, ob die Zelle eine Eins oder eine Null trägt. Kein mechanischer Kontakt, kein Verschleiß — nur Licht, das das Magnetfeld erspürt.

Das Schreiben läuft umgekehrt und ist thermomagnetisch: Der Laser erhitzt eine Stelle über die Curie-Temperatur des Materials hinaus, wo die Koerzitivfeldstärke zusammenbricht, und ein schwaches externes Feld bestimmt die Richtung, während die Stelle abkühlt. Daher die Robustheit der MiniDisc — bei Raumtemperatur sitzt die Magnetisierung fest und ignoriert Streufelder.

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