Braille-Kunst
Textgrafik aus den Braille-Zeichen von Unicode, bei der jedes Zeichen wie ein Pixelraster aus zwei mal vier Punkten funktioniert.
Der Unicode-Block „Braille Patterns“ (U+2800–U+28FF) enthält alle 256 Kombinationen einer achtpunktigen Braillezelle. Für alle, die im Terminal zeichnen, ist das ein Geschenk: Ein Zeichen wird zur winzigen Bitmap mit acht ansprechbaren Punkten, grob die achtfache Auflösung eines gewöhnlichen Zeichens in der ASCII-Kunst. Die Python-Bibliothek drawille (2014) machte den Trick populär, und inzwischen zeichnen Systemmonitore und Diagrammwerkzeuge ihre Kurven damit.
Der Haken: Die Zeichen sind tatsächlich Braille. Ein Screenreader liest das Bild als Strom bedeutungsloser Punktmuster vor – eine Erinnerung daran, dass die ästhetische Entdeckung des einen das Barrierefreiheitsproblem des anderen sein kann.