Andrew Toolkit
Die objektorientierte GUI-Bibliothek aus dem Andrew Project der Carnegie Mellon University, aufgebaut auf Dokumenten, in denen alles in allem eingebettet sein konnte.
Das Andrew Project startete 1982 als Gemeinschaftsprojekt von Carnegie Mellon und IBM. Ziel: ein Arbeitsplatzrechner für jeden Studierenden, vernetzt in einem gemeinsamen Netz — gleiche Zeit, gleicher Anspruch wie beim Project Athena des MIT. Es hatte einen eigenen kachelnden Fenstermanager, noch bevor es X gab; das Toolkit wurde später auf X11 portiert.
Das Andrew Toolkit, kurz ATK, war in C geschrieben und brachte einen eigenen Präprozessor für Klassen und Vererbung mit. Sein Markenzeichen war das zusammengesetzte Dokument: Im Editor ez konnte ein Text eine Tabellenkalkulation enthalten, die eine Zeichnung enthielt, die wiederum eine Animation enthielt. Das Mailsystem Andrew Messages verschickte solche Dokumente quer durchs Haus. Die Idee tauchte später als OLE und OpenDoc wieder auf — mit mehr Marketing und ungefähr denselben Problemen.