xroach
Mehr Infos
- Entwickler
- J.T. Anderson
- Erschienen
- Typ
- Desktop-Spielzeug
Kakerlaken, die über das Root-Fenster huschen und sich unter Anwendungsfenstern verstecken; verschiebt man ein Fenster, stürzen die frei gewordenen davon, um neue Deckung zu suchen.
J.T. Anderson veröffentlichte xroach 1991 in comp.sources.x, und der erste Satz der Manpage sagt alles: Displays disgusting cockroaches on your root window. Die Insekten werden auf das Root-Fenster gezeichnet und steuern das nächstgelegene Anwendungsfenster an, um darunter zu kriechen. Das Programm fordert SubstructureNotify auf dem Root-Fenster an und erfährt so, wann Fenster verschoben, in der Größe geändert oder geschlossen werden; jede Schabe, die plötzlich im Licht sitzt, wählt eine neue Richtung und rennt los. Mit -squish kann man sie per Klick erledigen und hinterlässt einen Fleck auf dem Desktop; -roaches bestimmt die Anzahl und -speed, wie sehr sie es eilig haben.
Hinter dem Scherz steckte eine Demonstration der Funktionsweise des Root-Fensters: Weil die Tiere direkt auf das Root-Fenster gezeichnet werden, sind sie nur dort sichtbar, wo kein anderes Fenster liegt, und Expose-Ereignisse sind genau das, was X sendet, wenn ein Fenster verschoben wird. Desktop-Umgebungen, die Hintergrundbild und Symbole in einem eigenen Fenster über dem Root-Fenster zeichnen, setzten diese Annahme außer Kraft, und auf modernen Desktops laufen die Schaben hinter dem Hintergrundbild, wo sie niemand sieht. Das gilt als Fortschritt.