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Xnest

Infrastruktur Svenska → Aktualisiert: 2026-10-07

Ein X-Server, der selbst ein X-Client ist – er zeigt einen kompletten Desktop in einem Fenster auf einem anderen X-Server.

Xnest erschien Mitte der 90er mit X11R6 und löste ein Alltagsproblem für jeden, der einen Fenstermanager schrieb: wie testen, ohne die Sitzung zu zerschießen, in der man gerade sitzt. Xnest :1 starten, DISPLAY=:1 darauf richten und nach Herzenslust experimentieren. Stürzt der innere Desktop ab, verliert man ein Fenster.

Er arbeitete durch Übersetzung, nicht durch Emulation. Jede Anfrage der inneren Clients wurde in den passenden Xlib-Aufruf an den Host-Server umgewandelt, sodass Fenster, Schriften und Pixmaps tatsächlich dort draußen lagen. Das war billig, machte Xnest aber zum Spiegel seines Hosts: Fehlte dort eine Erweiterung oder lief er mit anderer Farbtiefe, merkte man es auch drinnen. Xephyr löste ihn ab, indem es stattdessen in einen eigenen Framebuffer rendert.

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