xconsole
Mehr Infos
- Erstellt von
- Keith Packard
- Jahr
- Typ
- X-Client
- Lizenz
- MIT
- Quellcode
- gitlab.freedesktop.org/xorg/app/xconsole
Ein Fenster, das auffängt, was sonst nach /dev/console geschrieben würde, damit das Gebrüll von Kernel und syslog nicht mitten in die Grafik platzt.
Auf einer Unix-Workstation waren Konsole und Grafikschirm dasselbe physische Gerät, und eine Kernelmeldung konnte quer über die Fenster gedruckt werden. Keith Packard schrieb xconsole beim MIT X Consortium für X11R5 (1991): Das Programm leitet die Konsolenausgabe auf sich um und zeigt sie in einem Textfenster. -notify markiert den Icon-Namen mit einem Sternchen, wenn neue Zeilen eintreffen, -daemon schickt es in den Hintergrund, und -exitOnFail beendet es, wenn die Umleitung nicht gelingt.
Wie das Abfangen funktioniert, hängt vom System ab. BSD hat ein ioctl, das die Konsole auf ein Pseudoterminal lenkt; Linux-Distributionen ließen syslog in die benannte Pipe /dev/xconsole schreiben, die das Programm mit -file las. Seine klassische Heimat war der Anmeldebildschirm: Das Xsetup-Skript von xdm startete xconsole neben dem Login-Dialog, sodass sich ein störrischer Server debuggen ließ, bevor sich jemand angemeldet hatte.