wuarchive
Das FTP-Archiv der Washington University in St. Louis, eine der größten Anlaufstellen im Netz der frühen 90er, um Software herunterzuladen.
Wer Anonymous FTP hatte, konnte von wuarchive.wustl.edu Spiegel von fast allem ziehen: Simtels DOS-Sammlung, Mac- und Amiga-Archive, X11, GNU-Werkzeuge, RFCs und Bildersammlungen. Für damalige Verhältnisse war es mit zig Gigabyte riesig und so stark ausgelastet, dass Logins routinemäßig mit der höflichen Mitteilung abgelehnt wurden, die maximale Zahl anonymer Nutzer sei erreicht.
Der Andrang erzwang einen eigenen FTP-Server. Er wurde als wu-ftpd mit Unix-Systemen ausgeliefert und machte so ein Universitätsarchiv in Missouri zum Ursprung einer der am weitesten verbreiteten – und am häufigsten angegriffenen – Server-Software des Internets. Archie war der übliche Weg, herauszufinden, dass die gesuchte Datei hier lag.