Schreib-Cache
Ein Puffer in Platte/Controller, der Schreibvorgänge zunächst im RAM entgegennimmt, bevor sie das permanente Medium erreichen. Massiver Performance-Gewinn, aber ein Risiko: Bei Stromausfall gehen Daten verloren, wenn der Puffer nicht batteriegepuffert ist.
Enterprise-RAID-Controller machen den Cache über eine BBU (Battery Backup Unit) oder einen Superkondensator plus Flash „nichtflüchtig". Consumer-SSDs: Eine Power-Loss-Protection-Schaltung (PLP) bewahrt den Cache bei einem Stromausfall — billige Laufwerke haben das oft nicht und geben es selten offen an. PostgreSQL verlässt sich bei fsync praktisch blind darauf, dass die Platte tatsächlich schreibt — lügt die Platte („Schreiben abgeschlossen!", während die Daten noch im Cache ohne PLP liegen), kann es zu Korruption kommen. Genau das geschah 2011: Die Crucial m4 hatte einen fehlerhaften fsync. SQLite + ext4 + Barrieren gilt heute als Best Practice. ZFS erzwingt einen Cache-Flush explizit pro Transaktion.