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VFS

Infrastruktur Svenska → Aktualisiert: 2026-09-16

Die Abstraktionsschicht, die dafür sorgt, dass open() und read() immer gleich funktionieren, egal welches Dateisystem darunterliegt.

Das Virtual File System definiert eine gemeinsame Schnittstelle, die jedes Dateisystem implementiert. Ein Programm, das eine Datei liest, weiß nicht und muss nicht wissen, ob sie auf ext4 liegt, auf einem NFS-Server in einem anderen Land, oder in einem virtuellen Dateisystem wie procfs, dessen Inhalt erst in diesem Moment entsteht.

Das Modell stammt von Sun Microsystems aus den frühen 1980er-Jahren und wurde genau dafür entwickelt, NFS nahtlos einzubinden. Die Kernbegriffe sind der Inode für die Metadaten einer Datei, der Dentry für die Verknüpfung zwischen Name und Inode, und der Superblock für das eingehängte Dateisystem. FUSE nutzt dieselbe Schicht, um Dateisysteme als gewöhnliche Programme im Userspace zu implementieren — genau das, was sshfs und Ähnliches überhaupt erst möglich gemacht hat.

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