Traffic Shaping
Datenverkehr glätten, indem Pakete gepuffert und verzögert werden, sodass der Fluss unter einer Zielrate bleibt – „Shaping“. Sanfter als ein Policer (der Überschuss einfach verwirft): Der Shaper staut die Pakete und lässt sie in gleichmäßigem Takt heraus.
Mechanik: oft ein Token Bucket – Pakete dürfen gesendet werden, solange „Tokens“ vorhanden sind; bei einem Burst werden Pakete eingereiht statt verworfen. Nutzen: gleichmäßigerer Abfluss, weniger TCP-Neuübertragungen, Einhaltung der vom Provider vorgegebenen Ratenbegrenzung. Kompromiss: zusätzliche Latenz und Bedarf an Pufferspeicher (zu große Puffer → Bufferbloat). Klassischer Einsatz: Ein Kunde mit 100-Mbit-Anschluss wird exakt auf 100 Mbit geformt; ein Heimrouter formt den Upload, um interaktiven Verkehr zu schützen. Unterscheidet sich vom Policing (verwirft sofort, kein Puffer, weniger Latenz, aber härter). QoS-Systeme kombinieren oft Shaping am Ausgang mit Policing am Eingang.