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Tommy Flowers

Hardware Svenska → Aktualisiert: 2026-09-16

Der Telefoningenieur, der wusste, dass Elektronenröhren halten, wenn man sie eingeschaltet lässt, und deshalb den ersten programmierbaren elektronischen Computer der Welt baute — teils aus eigener Tasche, weil ihm niemand glaubte.

Thomas Harold Flowers arbeitete für die britische Post an der Forschungsstation Dollis Hill und baute dort seit den 1930er-Jahren Telefonvermittlungen mit Elektronenröhren statt Relais. Dabei lernte er, was man in Bletchley Park nicht glauben wollte: Röhren gehen selten im laufenden Betrieb kaputt, sondern beim Ein- und Ausschalten. Eine Maschine mit Tausenden Röhren war also durchaus machbar — solange sie nie abgeschaltet wurde.

Im Februar 1943 schlug er eine vollelektronische Maschine gegen die Lorenz-Chiffre vor. Das Urteil: Sie würde Jahre brauchen und am Ende trotzdem nicht funktionieren. Flowers baute sie in Dollis Hill, teils mit eigenem Geld. Colossus Mark 1 lief im Dezember 1943; Mark 2 mit 2.400 Röhren ging am 1. Juni 1944 in Betrieb — rechtzeitig, um deutsche Lageberichte vor der Landung in der Normandie zu entschlüsseln.

Nach dem Krieg mussten die Maschinen und Baupläne zerstört werden. Flowers erhielt 1.000 Pfund, die er mit seinem Team teilte, und bekam später keinen Bankkredit für den Bau einer elektronischen Maschine — die Bank hielt das für unmöglich, und er durfte nicht erwähnen, dass er es bereits zweimal geschafft hatte. Anerkennung kam erst, als die Geheimhaltung in den 1970er-Jahren zu bröckeln begann.

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