Timesharing
Die Idee, dass sich viele Nutzer gleichzeitig einen Computer teilen — und damit die Erfindung des Sitzens vor einem Computer.
Vor dem Timesharing gab man einen Job ab und holte den Ausdruck am nächsten Tag ab. CTSS am MIT zeigte 1961, dass eine Maschine schnell genug zwischen Nutzern wechseln kann, damit jeder das Gefühl hat, sie ganz für sich zu haben. Da Menschen langsam denken und noch langsamer tippen, steht der Prozessor die meiste Zeit ohnehin still — genau diesen Leerlauf nutzt das System aus.
Die Folgen reichten weit über die Technik hinaus. Interaktives Debugging, Texteditoren, E-Mail zwischen Nutzern derselben Maschine und die gesamte Kultur rund um die Terminalräume setzten Timesharing voraus. Kommerziell entstanden daraus die Servicebüros, die Rechenzeit stundenweise an Firmen ohne eigene Maschine verkauften — ein Geschäftsmodell, das in fast denselben Worten beschrieben wurde wie heute die Cloud.